Frontend‑Entwicklung
Das Produkterlebnis wird heute maßgeblich im Frontend entschieden: wie schnell sich eine Anwendung anfühlt, wie klar die Flows sind und wie sicher man Änderungen bis in die Produktion bringen kann. Für uns ist das Frontend eine zentrale Produktschicht – nicht nur ein „dünnes UI“ über der eigentlichen Backend‑Logik.
Um diese Schicht stabil zu halten, setzen wir auf End‑to‑End‑Tests und CI/CD‑Pipelines. Playwright führt die geschäftskritischen User Journeys so aus wie ein echter Nutzer, während Automatisierung jede Auslieferung reproduzierbar macht – das sorgt für weniger Regressionen, kürzere Time‑to‑Market und einen klareren ROI pro ausgelieferter Funktion.
TypeScript‑first: Next.js, React, Angular
Unser bevorzugter Stack ist TypeScript mit einem starken Fokus auf Next.js und React, ergänzt durch Angular, wo dessen Ökosystem und Struktur zusätzlichen Mehrwert bringen. Konkret bedeutet das:
- Next.js für moderne React‑Apps (SSR/SSG, App Router, Server Components dort, wo sie wirklich helfen)
- React für hoch interaktive UIs und design‑system‑lastige Dashboards
- Angular, wenn eine stark strukturierte Architektur mit DI und RxJS Vorteile bringt
Wir verfolgen aktiv neue Features in Next.js (Routing, Caching, Server Actions, RSC, Turbopack, Partial Prerendering usw.) und setzen sie nur dort ein, wo sie messbaren Nutzen für Performance, Developer Experience oder Infrastrukturvereinfachung liefern – nicht nur, weil sie neu sind.
Design‑Systeme, MUI und Tailwind
Anstatt isolierte Screens zu bauen, entwickeln wir konsistente Design‑Systeme. In React‑Projekten bedeutet das häufig eine Kombination aus MUI und Tailwind CSS:
- MUI für zugängliche, gut getestete Komponenten und Layout‑Bausteine
- Tailwind für schnelle Iteration bei Typografie, Spacing und responsivem Verhalten
- Eigene Komponentenbibliotheken, wenn Marke oder UX das erfordern
So entsteht ein Frontend, das über alle Breakpoints hinweg konsistent wirkt, sich vorhersagbar verhält und von mehreren Teams weiterentwickelt werden kann, ohne dass jede Release neue visuelle Regressionen mit sich bringt – was letztlich Wartungsaufwand und Kosten senkt.
State‑Management passend zur Komplexität
Wir zwingen keinem Projekt ein einziges State‑Management‑Tool auf, sondern wählen Technologien, die zum tatsächlichen Bedarf passen:
- Leichter lokaler State mit React Hooks und Context, wo das ausreicht
- Bibliotheken wie Redux Toolkit, Zustand oder NgRx, wenn viele Screens komplexen, geteilten State nutzen
- Daten‑Fetch‑Layer wie React Query oder SWR für cache‑bewussten, robusten API‑Zugriff
Dadurch bleibt der Code auch nach Jahren verständlich, Onboarding geht schneller und Missverständnisse werden reduziert – Effekte, die sich direkt in geringeren Risiken und stabileren Projektbudgets zeigen.
Playwright und CI/CD – weniger Risiko, mehr Kontrolle
Für anspruchsvolle Frontends verstehen wir Tests nicht als „nice to have“. Playwright sichert die geschäftskritischen End‑to‑End‑Flows (Checkout, Login, Onboarding, Backoffice‑Prozesse) ab – alles eingebunden in unsere CI/CD‑Pipelines. Wo es sinnvoll ist, ergänzen wir das durch Tools wie Vitest für fokussierte Unit‑ und Komponententests – in einer klar unterstützenden Rolle neben E2E‑Coverage und Automatisierung:
- Cross‑Browser‑Checks (Chromium, WebKit, Firefox) dort, wo sie nötig sind
- Stabile Test‑IDs statt fragiler CSS‑Selektoren
- Schnell laufende Test‑Suites, die in den täglichen Entwicklungszyklus passen
Für das Business bedeutet das: häufigere Releases mit geringerem Risiko, weniger teure Rollbacks und ein klarerer Zusammenhang zwischen Investition in Qualität und dem Wert, der im Produkt ankommt.
AI‑unterstützte Frontend‑Entwicklung
Wir setzen AI‑Tools aktiv im Entwicklungsalltag ein – zum Generieren von Testdaten, zum Skizzieren neuer Komponenten, beim Review komplexer Refactorings und beim Evaluieren alternativer Lösungen. Ziel ist nicht, Entwickler zu ersetzen, sondern mit AI als Hebel schneller und gleichzeitig stabiler zu liefern.
Wir arbeiten außerdem an einem eigenen Artikel darüber, wie wir AI entlang der gesamten Delivery‑Kette nutzen – von der Ideation über Code‑Review bis hin zu automatisierten Tests. Mehr dazu bald in unserem Beitrag AI in software development, sobald er veröffentlicht ist.